Samstag, 14. Januar 2017

Das Buch

Auf der Grundlage meiner Internet-Aufsätze ist ein Buch entstanden,, das im Januar 2017 erscheint.

Theorie der Zeit von Luitpold Mayr. Vertrieb durch Neopubli GmbH Berlin.
124 Seiten, Preis 14 Euro.  ISBN 978-3-7418-8124-4
Bei epubli.de und Amazon, in wenigen Tagen auch im Buchhandel bestellbar.

Montag, 12. Dezember 2016

Inhaltsverzeichnis des Blogs "Zeit und Relativität"

Sapere aude - habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)



2011:
24. Februar    1911-2011 Hundert Jahre Zwillingsparadoxon
2./3. Mai        Physik und Philosophie der SRT
19. Mai          Sind Beobachtung und Wirklichkeit identisch?
8. Juni            Etwas Erkenntnistheorie ist hilfreich
11. Juli           Die Zeit in der Relativitätstheorie
23. Juli           Die Relativität der Zeit- und Raumrelationen
28. Juli           Die Einstein-Lichtuhr
8. August        Die relative Zeit - ein absoluter Irrtum
19. Oktober     Philosophische Argumente gegen die relative Zeit

2012
2. Februar       Schein und Wirklichkeit
7. Februar       Das PKL wird fallen
8. Februar      Eine Theorie, die aus Paradoxien besteht
13. Febr.        Relativitätsprinzip und Prinzip der konstanten Lichtgeschwindigkeit
17. Febr.        Relativistische Zeitdilatation widerlegt?
20./27. Juni    Die Lichtgeschwindigkeit in der SRT
15. Okt.          Der Zeitbegriff in der Relativitätstheorie
2. Dez.            Zum Michelson-Morley-Experiment

2013
26. Juli           Zeitphilosophie und Physik
31. Juli           Zur Relativität von Bewegung
25. August     Lichtgeschwindigkeit und Zeitdilatation

2014
9. Februar         Das Phantom c

2015
27. Febr.        Die Beweiskraft von Experimenten ist relativ
30. Mai          Gleichzeitigkeit
27. August     Einstein hat falsch gerechnet
2. September  Zur Mathematik der speziellen Relativität

Zu den einzelnen Artikeln gelangen Sie durch scrollen bzw. anklicken im Blog-Archiv.



Dieser Blog ist nicht gewerblich. Er dient der Wissenschaft im Sinne des Wortes von
Karl Popper: "Wissenschaft besteht darin, Irrtümer loszuwerden".

Meine Zeittheorie finden Sie unter http://www.zeitrelationen.blogspot.com/ (Was ist Zeit?)

Die umfassende Dokumentation der wissenschaftlichen Kritik der Relativitätstheorie seit 1908 bis zur Gegenwart (Projekt G.O.M.) finden Sie unter www.ekkehard-friebe.de sowie
www.kritik-relativitaetstheorie.de


Verantwortlich für den Inhalt des Blogs:
Luitpold Mayr, Augsburg,   e-mail:  Luitp.mayr[at]t-online.de


Mittwoch, 27. Juli 2016

Einstein beschreibt nur einen Scheineffekt - und noch dazu unvollständig.

Es geht in der speziellen Relativitätstheorie um eine Parallelbewegung zwischen zwei geradlinig gleichmäßig bewegten Systemen. Weil Bewegung relativ ist, kann man eines der beiden Systeme als bewegt, das andere als ruhend betrachten. Dies ist außerdem die einzige Möglichkeit, die einschlägigen mathematischen Überlegungen unkompliziert darzustellen.

In der folgenden Darstellung betrachten wir die Lichtquelle A als ruhend und den Beobachter B als bewegt. Wir könnten auch den Beobachter als ruhend und die Lichtquelle als bewegt betrachten, weil Einstein voraussetzt, dass sich das Licht in einem bewegten System genau so ausbreitet wie in einem ruhenden System, nämlich gleichmäßig nach allen Seiten mit der Geschwindigkeit c.


                                                        A



---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- >  v
B1                                              B2  B3  B4                                            B5
                                                         (B) (C)


Die Punkte B1 bis B5 bezeichnen unterschiedliche Positionen des Beobachters, während er sich mit der gleichmäßigen Geschwindigkeit v auf einer geraden Linie an der Lichtquelle A vorbei bewegt.

So lange sich der Beobachter der Lichtquelle nähert (Bewegung von B1 nach B3), ist die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen A und dem Beobachter größer als c. Sobald der Beobachter den Punkt B3 überschreitet und sich weiter nach B5 bewegt, entfernt sich der Beobachter von A, so dass die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen A und dem Beobachter kleiner als c ist.

Einsteins Mathematik beschränkt sich auf einen kleinen Ausschnitt aus diesem Gesamtbild, nämlich auf das rechtwinklige Dreieck A-B3-B4. Die Relativitätstheorie betrachtet nur die Zeitspanne, in der das Licht auf der kürzesten Strecke von A nach B3 läuft, und in derselben Zeitspanne bewegt sich der Beobachter von B3 nach B4. Der Punkt B3 wird in der relativistischen Literatur mit B bezeichnet, B4 wird mit C bezeichnet, so dass das rechtwinklige Dreieck mit ABC bezeichnet wird.

In dem Ausschnitt, auf den sich die Relativitätstheorie beschränkt, nämlich das rechtwinklige Dreieck ABC, beträgt die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen der Lichtquelle und dem von B nach C bewegten Beobachter V¯c² - v²  (wie im senkrechten Messarm beim Michelson-Morley-Versuch).  Da Einsteins Szenarium erst in dem Augenblick beginnt, in dem A und B direkt gegenüber stehen, gilt V ¯c² - v² in jedem Fall, gleich ob sich der Beobachter nach links oder nach rechts bewegt.

Unser Gesamtbild zeigt aber, dass der Beobachter auf dem Weg von B2 nach B3 der Lichtquelle A näherkommt, so dass die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen Lichtquelle und Beobachter
V¯c² + v² beträgt. Diesen Fall blendet Einstein jedoch von seiner Betrachtung aus. Ebenso blendet die Relativitätstheorie aus, dass auf der gesamten Strecke B1 - B3 die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen A und dem Beobachter größer als c ist.  Nach relativistischer Logik müsste daraus nicht Zeitdehnung, sondern Zeitverkürzung folgen.

Die Relativitätstheorie behauptet, aus dem rechtwinkligen Dreieck A - B3 - B4 bzw. ABC eine allgemein gültige, beobachter-unabhängige mathematische Beziehung zwischen bewegten Systemen herzuleiten, obwohl die  Größe V¯c² - v² nichts anderes ist als die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen A und dem Beobachter. Würde Einstein den senkrechten Lichtstrahl AB korrekt zwischen den Koordinatensystemen  transformieren, so würde sich zeigen, dass der senkrechte Lichtstrahl AB im anderen Koordinatensystem schräg von A nach C läuft (was auch Einstein sagt), aber dort die aus den Vektoren c und v resultierende Geschwindigkeit V¯c² + v² hat (Einstein sagt V¯c² - v²).

Der unzutreffende Eindruck, dass Einsteins Mathematik ohne Beobachter auskommt, entsteht dadurch, dass der Lichtquelle und dem Beobachter je ein Koordinatensystem zugeordnet wird. Dadurch wird die Berechnung schwer durchschaubar und führt zu Irrtümern.

Dienstag, 26. Juli 2016

Wo der (mathematische) Hund begraben liegt

Zwei Koordinatensysteme werden auf der gemeinsamen x-Achse gegeneinander bewegt. Einsteins zündet den Lichtblitz im bewegten Koordinatensystem genau dann, wenn die Nullpunkte der beiden Koordinatensysteme übereinander liegen.

Was vorher war, blendet Einstein in seinem mathematischen Szenarium aus. Vorher haben sich die Nullpunkte der beiden Koordinatensysteme aufeinander zu bewegt. So lange sie sich aufeinander zu bewegen, hat der Lichtstrahl auf der y-Achse des bewegten Systems "vom ruhenden System aus betrachtet" (Einstein, Seite 899 des Urtextes von 1905) aber nicht die von Einstein verwendete Geschwindigkeit  V¯c² - v², sondern
V¯c² + v².

Daraus würde nach relativistischer Logik nicht Zeitdehnung, sondern Zeitverkürzung folgen. Dafür interessiert sich Einstein nicht. Seine Mathematik beginnt in dem Augenblick, in dem sich die Nullpunkte der beiden Koordinatensystem treffen. Von diesem Zeitpunkt an kann die Distanz zwischen den beiden Nullpunkten nur größer werden, gleich ob die Seitwärtsbewegung nach links oder nach rechts erfolgt. Aus diesem Grund beträgt die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen den beiden Nullpunkten, die für Lichtquelle und Beobachter  stehen, in jedem Fall V¯c² - v².

Mit der Größe V¯c² - v² beschreibt Einstein lediglich die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen Lichtquelle und Beobachter, und zwar für den Fall, dass die Distanz zwischen Lichtquelle und Beobachter durch die Seitwärtsbewegung auf der x-Achse größer wird.

Es wird zu unrecht behauptet,

a) dass die spezielle Relativitätstheorie eine allgemeine mathematische, beobachter-unabhängige Beziehung zwischen bewegten Systemen beschreibt. Tatsächlich handelt es sich dabei um die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen Objekt und Beobachter, und dies nur für die Zeitspanne, in welcher der Lichtstrahl von A nach B läuft und sich gleichzeitig der Beobachter senkrecht zum Lichtstrahl von B nach C bewegt,

b) dass der Lichtstrahl auf der y-Achse des bewegten Koordinatensystems aus Sicht des ruhenden Koordinatensystems bzw. aus Sicht des ruhenden Beobachters stets die Geschwindigkeit V¯c² - v² hat. Dies trifft nur dann zu, wenn sich die Mittelpunkte der Koordinatensysteme voneinander entfernen. Wenn sie sich aufeinander zu bewegen, gilt V¯c² + v² .


Schon an anderer Stelle habe ich wiederholt dargelegt, dass bei mathematisch korrekter Transformation der bewegten Lichtkugelwelle in ein ruhendes Koordinatensystem der Lichtstrahl auf der y-Achse des bewegten Systems nicht die Geschwindigkeit V¯c² - v², sondern V¯c² + v² erhält. Einstein gibt seinem § 3 im Urtext von 1905 die Überschrift "Theorie der Koordinaten- und Zeittransformation von dem ruhenden auf ein relativ zu diesem in gleichförmiger Translationsbewegung befindlichen System".  Aber er transformiert die Lichtstrahlen zwischen den Systemen nicht, sondern tatsächlich rechnet er mit der effektiven Lichtgeschwindigkeit zwischen Lichtquelle und Beobachter (die auch für die Überlegungen beim Michelson-Morley-Versuch maßgeblich ist).



Montag, 2. Mai 2016

Die Spezielle Relativität ist am Ende

Geändert am 26. Juli 2016

Nach Einstein breitet sich ein Lichtblitz in einem gleichmäßig geradlinig bewegten System nach allen Seiten gleichmäßig mit der Geschwindigkeit c aus. Wenn man zeigt, dass Einstein diese bewegte Lichtkugelwelle (das heißt die Geschwindigkeit ihrer in unterschiedliche Richtungen gehenden Lichtstrahlen) mathematisch fehlerhaft in das ruhende Koordinatensystem transformiert, dann wird das Postulat der konstanten Lichtgeschwindigkeit dagegen  gehalten. Dass ein und derselbe Lichtstrahl für unterschiedlich bewegte Beobachter die selbe Geschwindigkeit hat, ist aber eine mathematisch und logisch unhaltbare Annahme. Doch für Einsteins Anhänger ist es ein Dogma, gegen das logische und mathematische Argumente machtlos sind. Wenn das Dogma als Rechenfehler sichtbar wird, dann wird gesagt, dass Einsteins Rechnung stimmt, sofern man das Prinzip der konstanten Lichtgeschwindigkeit voraussetzt.


Darüber geraten andere Argumente in den Hintergrund. Einsteins mathematisches Szenarium (§ 3 des Urtextes von 1905) ist so angelegt, dass der Lichtblitz genau in dem Augenblick gezündet wird, in dem die Nullpunkte der beiden Koordinatensysteme deckungsgleich sind. Die Folge: von diesem Augenblick an entfernen sich die Nullpunkte der beiden Koordinatensysteme voneinander, wodurch die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen den beiden Nullpunkten  kleiner als c ist, nämlich  V¯c² - v²  in Einsteins Szenarium. Was vorher war, wird durch die Wahl des Zeitpunkts für die Blitzzündung ausgeblendet. Vor der Zündung des Blitzes bewegen sich die Nullpunkte der beiden Koordinatensysteme aufeinander zu, wodurch die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen den Nullpunkten größer als c ist. Für den Lichtstrahl auf der y-Achse gilt  in diesem Fall V¯c² + v². Nach relativistischer Logik müsste daraus nicht Zeitdehnung, sondern Zeitbeschleunigung folgen.

Laut Einstein und seinen Anhängern gibt es in § 3 des Urtextes von 1905 keinen Beobachter, sondern nur Koordinatensysteme. Folglich steht die Größe  V¯c² - v²  angeblich nicht für die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen Objekt und Beobachter, sondern für eine allgemeine mathematische Beziehung zwischen bewegten Systemen. Aber wo bleibt  V¯c ² + v²  (siehe oben), wenn es um eine allgemeine mathematische Beziehung geht?

Einsteins Mathematik kommt nur scheinbar ohne Beobachter aus. Dieser Eindruck entsteht  dadurch, dass Einstein der Lichtquelle und dem Beobachter je ein Koordinatensystem zuordnet. Dadurch wird seine Mathematik unübersichtlich und schwer durchschaubar. Tatsächlich beschreibt aber die Größe V¯c² - v² lediglich die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen Lichtquelle und Beobachter, wenn sich im rechtwinkligen Dreieck ABC der Beobachter von B nach C bewegt. Und auch dies ist nur ein zeitlich begrenzter Ausschnitt aus der Wirklichkeit.



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Viele Wissenschaftler im ausgehenden 19. Jahrhundert glaubten, dass grundlegende philosophische Fragen - auch die Frage, was Raum und Zeit sind - mathematisch lösbar seien. Auch Einstein war  da keine Ausnahme, auch wenn er einmal gesagt hat, dass Mathematik die sicherste Methode ist, um sich selbst an der Nase herumzuführen. Nur dadurch konnte die abwegige Idee entstehen, der Verlauf der Zeit habe etwas mit Licht- und Beobachtergeschwindigkeiten zu tun. Ebenso könnte man behaupten, dass Zeit und Gleichzeitigkeit von der Schallgeschwindigkeit abhängen, was sich ebenfalls mathematisch "beweisen" lässt.

 Der gleichmäßige Verlauf der Zeit hängt nicht von Licht-, System- oder Beobachtergeschwindigkeiten ab. Zeit ist keine Funktion der Geschwindigkeit, sondern es ist umgekehrt. Die Zeit ist das Maß für Dauer und Geschwindigkeit. Ohne das Gleichmaß der Zeit können unterschiedliche Geschwindigkeiten gar nicht beschrieben werden. Aus diesem Grund ist die Sekunde  als Maßeinheit durch internationale Vereinbarungen exakt definiert. Einsteins Zeitbegriff stellt Logik und  Wissenschaft auf den Kopf. Die Physik scheint sich im Kopfstand wohl zu fühlen, weil sie dadurch den Nimbus einer Superwissenschaft erhält, deren Grundlagentheorien für gewöhnliche Sterbliche unverständlich sind.

Freitag, 26. Februar 2016

Beobachter oder Koordinatensysteme?

Wenn die Mathematik der spezielle Relativitätstheorie mit Koordinatensystemen arbeitet, so lautet die Aufgabe, die Lichtgeschwindigkeit von einem Koordinatensystem in ein anderes zu transformieren. Arbeitet sie mit Beobachtern, so geht es um die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen Objekt und Beobachter. Angeblich beschreibt Einsteins Mathematik eine allgemeine, beobachter-unabhängige Beziehung zwischen bewegten Systemen. Doch tatsächlich verwendet Einstein mit der Größe V¯c² - v² die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen Objekt und Beobachter. 

Nach Einstein hat das Licht auf der y-Achse des bewegten Koordinatensystems "vom ruhenden System aus betrachtet" stets die Geschwindigkeit V¯c² - v²  (Seite 899 des Urtextes von 1905). Diese ungenaue Formulierung lässt offen, ob es im ruhenden Koordinatensystem einen Beobachter gibt oder ob Einstein die Lichtgeschwindigkeit c vom bewegten in das ruhende Koordinatensystem transformiert.

Der Lichtblitz im bewegten System wird genau in dem Augenblick gezündet,  in welchem die y-Achsen des bewegten und des ruhenden  Koordinatensystems zusammentreffen. Unter dieser Voraussetzung scheint es keinen Zweifel an Einsteins Mathematik zu geben. Gleich ob sich das Koordinatensystem mit dem Lichtblitz nach rechts oder nach links bewegt, der Abstand der beiden y-Achsen wächst von Null beginnend stetig an, so dass die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen Lichtquelle und Beobachter geringer als c ist, nämlich V¯c² - v² . Wobei nach relativistischer Auffassung die wechselnde Lichtgeschwindigkeit zwischen Objekt und Beobachter nicht Ursache der Zeitdehnung ist.

Aber was gilt, wenn sich Lichtquelle und Beobachter im Augenblick der Zündung des Lichtblitzes nicht direkt gegenüber stehen? Dann kommt es darauf an, ob die Distanz zwischen Lichtquelle und Beobachter größer oder kleiner wird. Doch diesen Fall behandelt Einstein nicht. Genauer gesagt, schließt Einstein diesen Fall aus, indem er von Beginn an jedes der beiden Koordinatensysteme zu einer eigenen Zeitzone mit einheitlicher Zeit erklärt. Dadurch entsteht der Eindruck, dass der Beobachter überflüssig ist. Einstein auf Seite 898 des Urtextes: "Zu diesem Zwecke haben wir in Gleichungen auszudrücken, dass tau nichts anderes ist als der Inbegriff der Angaben von im System k ruhenden Uhren, welche nach der im § 1 gegebenen Regel synchron gemacht worden sind."   (Mit dem griechischen Buchstaben tau bezeichnet Einstein die Zeit im bewegten Koordinatensystem k). Und folgerichtig auf Seite 899: "Es ist zu bemerken, dass wir statt des Koordinatenursprunges jeden anderen Punkt als Ausgangspunkt des Lichtstrahles hätten wählen können...". Was ist daraus zu folgern? Durch den Kunstgriff mit den Zeitzonen macht Einstein das bewegte Koordinatensystem als Ganzes zur Lichtquelle, das ruhende Koordinatensystem als Ganzes wird zum Beobachter. Infolge der Seitwärtsbewegung hat die effektive Lichtgeschwindigkeit  zwischen Lichtquelle und Beobachter die Größe V¯c² - v².

Gleich ob die Parallelbewegung nach links oder rechts erfolgt, die Nullpunkte der Koordinatensysteme entfernen sich voneinander, immer unter der Voraussetzung, dass die Beobachtung genau in dem Zeitpunkt beginnt, in dem die Nullpunkte der beiden Koordinatensysteme zusammenfallen. Und weil im gesamten Koordinatensystem die selbe Zeit herrschen soll, sollen die Vorgänge im anderen Koordinatensystem im Verhältnis c : V¯c² - v² langsamer verlaufen. Was vorher war, nämlich bevor die beiden y-Achsen zusammenfallen, darf nicht in die Beobachtung mit einbezogen werden, sonst fällt Einsteins Theorie zusammen wie ein Kartenhaus. Denn vorher haben sich die y-Achsen aufeinander zu bewegt.

Übrigens gibt es in der Natur keine Zeitzonen, in denen die Zeit unterschiedlich schnell verläuft. Auch wenn die Zeitzonen auf der Erde durch den Lauf der Sonne notwendig sind, so sind sie doch eine zivilisationstechnische Einrichtung, um einheitliche Fahrpläne und andere Termine planen zu können. Schon vor Jahrzehnten wurde eine Weltzeit (Erdzeit) auch für Zwecke der Astronomie und Raumfahrt eingeführt. In all diesen vom Menschen eingeführten Zeitzonen laufen die Uhren mit der selben Geschwindigkeit.

Durch wechselnde Lichtlaufzeiten kommt es bei der Beobachtung eines schnell bewegten Objekts zu wechselnden effektiven Lichtgeschwindigkeiten zwischen Objekt und Beobachter. Bei anwachsender Distanz zwischen Objekt und Beobachter, so wie es Einsteins Szenarium beschreibt, ist die effektive Lichtgeschwindigkeit zwischen Objekt und Beobachter kleiner als c, nämlich V¯c² - v²  . Damit nähern wir uns dem "Rechenfehler" Einsteins. Die Größe c : V¯c² - v² ist keine allgemein gültige mathematische Beziehung zwischen bewegten Systemen, wie behauptet wird. Wenn sich Objekt und Beobachter aufeinander zu bewegen, so ist die effektive Lichtgeschwindigkeit größer als c, nämlich V¯c² + v² .

 Wenn es aber in der Mathematik Einsteins keinen Beobachter gibt, wie allgemein behauptet wird, so geht es um die Transformation des Lichtstrahls  auf der y-Achse des bewegten Koordinatensystems. Er läuft im ruhenden Koordinatensystem nicht senkrecht auf der y-Achse, sondern schräg (was auch Einstein sagt) und hat nach Pythagoras die Geschwindigkeit V¯c² + v² (Einstein sagt V¯c² - v²).

Aber eine größere Geschwindigkeit als c kann und darf es nicht geben, so der Einwand der Einstein-Gemeinde. Doch Einstein selbst rechnet auf der x-Achse seiner Koordinatensysteme mit der beobachtbaren Überlichtgeschwindigkeit c + v (Seite 898 und 899 des Urtextes). Wenn c + v geht, dann geht auch V¯c² + v².  Dass sich Licht oder Funkwellen von der Quelle aus nicht schneller als mit c ausbreiten können, soll gar nicht bezweifelt werden. Aber wenn sich der Signalempfänger auf die Signalquelle zu bewegt, dann folgt daraus logisch und mathematisch eine größere effektive Signalgeschwindigkeit als c, wodurch das Signal beim Empfänger früher eintrifft.

Dienstag, 16. Februar 2016

"Die Sensation aus dem Weltall !"

"Am 15. September 2015 erzitterte die Raumzeit" , so meldete die Deutsche Presseagentur vor wenigen Tagen. Wieder einmal ging eine Sensationsmeldung aus der Wissenschaft um die Welt. Durch die direkte Beobachtung von Gravitationswellen sei Einsteins allgemeine Relativitätstheorie bestätigt worden.

Zwar ist nicht nachvollziehbar, wie eine winzige, nur mit milliardenteuren Einrichtungen feststellbare Erschütterung als Bestätigung der Relativitätstheorie gewertet werden kann. Aber wer in seinem Denken auf relativistische Vorstellungen wie Zeitdehnung, Raumzeit und Raumkrümmung fixiert ist, der wird das Messergebnis mit "Stauchung und Streckung des Raumes durch Gravitationswellen" erklären. Schließlich will die Öffentlichkeit wissen, wofür das viele Geld ausgegeben wird..

Schon vor vielen Jahrzehnten lehrte der Philosoph Karl Popper, dass die Deutung einer Beobachtung von der Theorie abhängt. Daraus folgt, dass eine Theorie durch Beobachtungen/Experimente nicht positiv bewiesen werden kann. Denn wer eine Theorie beweisen will, wird die Beobachtung in seinem Sinn deuten. Daher können wissenschaftliche Theorien nur falsifiziert werden. Wissenschaft besteht in der Überwindung von Irrtümern, worauf der wissenschaftliche Fortschritt beruht, so Poppers Analyse.

Eine komplizierte Theorie wie die allgemeine Relativitätstheorie besteht aus vielen Elementen, von denen jedes im Grunde eine eigene Theorie ist. Die Behauptung, die Zeit verlaufe in Gravitationsfeldern langsamer, ist ein Irrtum, der auf der unhaltbaren Auffassung beruht, der Verlauf der Zeit hänge vom Gang der Uhren ab. Einstein hatte 1905 mit seiner relativen Zeit bei einigen namhaften Physikern Zustimmung gefunden. Deshalb ging er diesen Weg weiter, obwohl seine allgemeine Relativitätstheorie im wesentlichen eine Gravitationstheorie ist.